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Ureinwohner Olympiade in Alaska

Olympische Spiele der Ureinwohner in Alaska

Das Herz der Stadt Fairbanks schlägt höher, wenn vom 21 bis 24. Juli 2021 zum 60. Mal die olympischen Spiele der Ureinwohner (World Eskimo Indian Olympics – abgekürzt WEIO) in der Big Dipper Ice Arena stattfinden. Alljährlich zieht die Veranstaltung Ureinwohner aus Alaska und weiteren Bundesstaaten der USA, Kanada und Grönland als Teilnehmer sowie Besucher, Fans und Journalisten aus aller Welt in ihren Bann.

Die Wettkämpfe dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern bieten den Athleten die Gelegenheit, ihre Kräfte, Disziplin und Ausdauer unter Beweis zu stellen – allesamt Eigenschaften, die für das Überleben im hohen Norden wichtig sind. Der „Alaskan High Kick“, „Knuckle Hop“ oder „Ear Pull“ sind nur drei der vielen Wettkampfdisziplinen, die den Zuschauer in Erstaunen versetzen. Man stelle sich beispielsweise vor, auf bloßen Handknöcheln über einen harten Boden zu springen oder über 2 m vom Boden aus in die Höhe zu springen, um mit dem Fuß einen kleinen aus Seehund Haut gefertigten Ball zu treffen.

Obwohl sich die Inhalte der Veranstaltung über viele Jahre entwickelt haben, wurde WEIO erstmalig 1961 ausgetragen als Antwort auf das rasante Fortschreiten der westlichen Kultur in den ländlichen Gegenden des hohen Nordens. A.E. „Bud“ Hagberg und Frank Whaley, zwei Buschpiloten, erlebten diese Spiele und Tänze auf ihren Reisen in die entlegenen Dörfer der Ureinwohner. Besorgnis ergriff sie, dass diese Traditionen verloren gehen, wenn nicht aktiv Schritte unternommen werden, um sie zu erhalten. Beide halfen bei der Organisation der ersten Olympiade, die z. B. den „Blanket Toss“ und die Miss Eskimo Wahl bereits zum Inhalt hatte.

Seither haben 59 WEIO Spiele stattgefunden und die Zahl der teilnehmenden Athleten wächst stetig. Für die Wettkampfteilnehmer ist WEIO eine Möglichkeit, Freunde und Verwandte zu treffen, ihre Kräfte in verschiedenen Disziplinen in einer freundschaftlichen Atmosphäre zu messen. Für manch Wettkampfteilnehmer ist WEIO die einzige Verbindung zum eigenen kulturellen Erbe und eine Möglichkeit, es zu feiern.

WEIO bietet ebenfalls Gelegenheit, traditionelle Kleidung wie z.B. Parkas, Mokassins oder aus Elchhaut hergestellte Kleidungsstücke zur Schau zu tragen, zu tanzen und Geschichten zu erzählen mit Hilfe von Gesang und Bewegung. An allen vier Olympiade Tagen finden Tanzaufführungen statt, wobei die Tänzer, mit Trommeln und Federfächern ausgestattet, im traditionellen Sommerparka (Kuspuk) auftreten. WEIO Besucher bekommen einzigartige Darbietungen an Ausdauer und Geschicklichkeit zu sehen. Teilnehmer und Gäste können authentisches Kunsthandwerk alaskanischer Ureinwohner nicht nur bewundern, sondern auch käuflich erwerben und mit den Künstlern vor Ort ins Gespräch kommen. WEIO bietet seinen Besuchern die seltene Chance, eine Kultur sowie die Menschen, die diese leben, kennenzulernen. Weitere Informationen zur Welt-Eskimo-Indian Olympiade gibt es unter www.weio.org.

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Alaska Allgemein Reisetipps

Deutschsprachige Alaska Auswanderer erzählen.

Geschichten deutschsprachiger Auswanderer in Fairbanks, Alaska

Seit Anfang Mai sind erstmalig Geschichten deutschsprachiger Auswanderer, die sich in Fairbanks, Alaska niedergelassen haben, online zu hören. Der Journalist Henry Barchet hat die Geschichten Ende April 2021 aufgenommen.

In der Alaska Episode von Henry Barchet kommen vier Protagonisten aus Fairbanks zu Wort: Irene Meyer, Frank Stelges, Reinhard Neuhauser sowie Ralf Dobrovolny. Alle vier sind im Tourismus vor Ort tätig, so dass Reisende auch direkt mit ihnen in Kontakt treten können. Irene kam mit ihrem Mann Rolf 1998 aus der Schweiz nach Fairbanks, um von hier aus geführte Flusstouren in die Brooks Range Gebirgskette anzubieten. Nachdem Ralf aus Deutschland mehrere Jahre als Guide in Kanada und Alaska tätig war und anschließend sieben Jahre als Selbstversorger im Bush Alaskas gelebt hatte, gründete er 2003 sein Tourismusunternehmen in Fairbanks. Reinhard kam zusammen mit seinem Bruder vor knapp 20 Jahren aus Österreich als Skirennfahrer zum Studium nach Alaska. Frank und seine Frau Miriam kamen ebenfalls aus Deutschland und suchten sich Fairbanks sehr gezielt aus. Ihre Leidenschaft als Fotografen für Nordlichter und die Tierwelt Alaskas wiesen ihnen entsprechend den Weg nach Fairbanks. Zu den Geschichten von Irene, Frank, Reinhard und Ralf geht es hier. Weitere Informationen zur Explore Fairbanks Region gibt es unter www.explorefairbanks.com.