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Alaska Fairbanks Polarkreis Reisetipps

Alaskas Polarkreis überquert

Am 6. September 2022 habe ich Alaskas Polarkreis überquert. Nur ca. 2 Prozent aller Alaska Reisenden kommen so weit in den Norden Alaskas. Es lohnt sich auf jedem Fall. Wir sind am Abend um 19:00 Uhr Ortszeit mit dem Kleinflugzeug vom Fairbanks International Airport gestartet. Der Flug nach Coldfoot, Alaska dauerte etwa 1 Stunde. Von Fairbanks, der zweitgrößten Stadt Alaskas, sind es 322 km bis zum Polarkreis. Coldfoot liegt 418 km nördlich von Fairbanks. Am Flughafen in Coldfoot wurden wir herzlich in Empfang genommen, um dann auf dem Dalton Highway weiter nach Wiseman, Alaska zu fahren. In Wiseman, das ca. 20 km nördlich von Coldfoot liegt, trafen wir auf Jack Reakoff, einen der 11 permanent in Wiseman lebenden Einwohner und erfuhren, wie er als Selbstversorger sein Leben in der Arktis führt. Er nutzt die langen Sommertage, an denen die Sonne in der Arktis nicht untergeht, um selbst Kartoffeln und Gemüse anzubauen. Im kühlen Keller hält sich die Ernte sehr lange. Für den Fleischvorrat geht Jack mit seiner Frau auf die Jagd. Nichts wird verschwendet und die Familie weiß genau, wieviele Reserven sie an Nahrungsmitteln und anderen Ressourcen wie Wasser und Strom zum Überleben benötigt. Der Strom wird im übrigen selbst generiert.

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Dalton Highway, Alaska

Wenn man Alaskas Polarkreis überquert, taucht man ein in eine ganz andere Welt, die nicht nur landschaftlich atemberaubend schön ist, sondern auch vom Nordlicht verzaubert wird. Sowohl Wiseman als auch Coldfoot liegen innerhalb der Polarlichtzone und sind deshalb für Nordlichtreisende ebenfalls ein lohneswertes Reiseziel. Die Nordlichtsaison ist jeweils vom 21. August bis zum 21. April eines jeden Jahres. Alaskas Arktis läßt die Gedanken schweifen, regt zum Nachdenken über den eigenen Umgang mit Ressourcen an, so dass ich nach Hause zurückkehre mit großem Respekt für Jack und alle Arktisbewohner sowie einer bewußteren Einstellung und Wertschätzung aller Resourcen, die ich zum Leben benötige. Möchten Sie mehr erfahren über meine Reiseendrücke in Alaska, ich berate Sie gern.

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Alaska Fairbanks Nordlicht

Mit Condor direkt zu den Nordlichtern nach Fairbanks in Alaska. Die Nordlichtsaison hat am 21. August begonnen

Fairbanks, Alaska (AK) – Die Nordlichtsaison in Fairbanks, Alaska hat begonnen. Jedes Jahr läutet der 21. August in der zweitgrößten Stadt Alaskas diese besondere Zeit ein. Sie dauert 8 Monate und endet am 21. April. Condor bietet in den Sommermonaten einen Direktflug von Frankfurt nach Fairbanks, jeweils donnerstags. In diesem Jahr findet der letzte Condor Direktflug zwischen Frankfurt und Fairbanks am 8. September statt, so dass Spätsommerreisende bis dahin noch die Möglichkeit haben, mit Condor direkt zu den Nordlichtern von Fairbanks zu fliegen.

Fairbanks liegt mitten in der sogenannten Polarlichtzone, einer ringförmigen Region um den Nordpol und zählt damit zu den besten Orten auf der Erde, um Nordlichter zu beobachten. Im Verlaufe eines Jahres bieten 8 von 12 Monaten Besuchern und Einheimischen gleichermaßen die Gelegenheit, Nordlichter, auch Aurora Borealis genannt, zu sehen. Die leuchtenden Himmelsvorhänge erhellen regelmäßig die Nacht und variieren farblich von grün bis rot oder violett, wobei die hellste und am häufigsten vorkommende Farbe das Grün ist. Fairbanks‘ geografische Lage bietet ein ausgezeichnetes Gleichgewicht zwischen Vorkommen, Häufigkeit und Aktivität dieses Naturphänomens.

Außerdem sorgen die Wetterverhältnisse in Zentralalaska für bedeutend mehr klare Nächte als vergleichsweise in Küstenregionen. Vom 21. August bis 21. April ist in der Region Fairbanks ausreichend Dunkelheit vorhanden, um die Aurora Borealis sehen zu können, wobei die Intensität des Nordlichtes variiert. Die beste Tageszeit, um Nordlichter zu sehen, ist vom späten Abend bis in die frühen Morgenstunden. Wer mindestens drei Nächte in der Region Fairbanks verbringt und sich in den Nachtstunden aktiv  im Freien aufhält, hat eine 90%-ige Chance, das Leuchten am Himmel zu entdecken.

Vor Ort gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Aurora Borealis zu erleben. Es gibt Tourenanbieter, die mit ihren Gästen zu einer beheizten Beobachtungshütte für Nordlichter fahren. Andere Besucher nutzen die Möglichkeit einer Nordlichttour in Kombination mit einem Ausflug über den Polarkreis.

Hier geht es zu detaillierten Reiseinformationen zur Explore Fairbanks Region und den Nordlichtern.

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Alaska Nordlicht Reisetipps

Broschüre von Explore Fairbanks Alaska für Nordlichtreisende

Explore Fairbanks hat erstmalig eine Broschüre für Nordlichtreisende mit dem Titel Aurora Viewing Map & Guide herausgebracht. Sie ist ein absolutes Muss für Reisende, die nach Fairbanks kommen, um Nordlichter zu beobachten. Die Broschüre beinhaltet nicht nur nützliche Informationen über die Nordlichter selbst, sondern zeigt anhand einer speziell zu diesem Zweck entwickelten Karte die wichtigsten Orte für Nordlichtbeobachtungen. Auf der Karte sind neun Orte verzeichnet, darunter Cleary Summit, North Pole, Murphy Dome, das Chena Hot Springs Naherholungsgebiet sowie die Stadt Fairbanks selbst, wobei jeder dieser Orte hervorragende Bedingungen für die Beobachtung des Nordlichts bietet.

Menschen aus aller Welt zieht es nach Fairbanks, um Nordlichter zu beobachten. Die Aurora-Saison in der Region Fairbanks ist jedes Jahr in der Zeit vom 21. August bis zum 21. April. Damit erstreckt sie sich über insgesamt neun Monate sowie alle vier Jahreszeiten. Aufgrund der Lage von Fairbanks mitten in der sogenannten Polarlichtzone ist die Beobachtung von Nordlichtern hier an der Tagesordnung. Wenn Sie mindestens drei Nächte bleiben und sich in den Abend- und Nachtstunden aktiv im Freien aufhalten, steigt Ihre Chance, das Polarlicht zu sehen, auf über 90 %. Fairbanks ist in der Subarktis auf dem 65. Breitengrad gelegen. Die geringe Niederschlagsmenge und die Entfernung zu den Küstenregionen tragen zu einem klaren Himmel bei. Die geringe Einwohnerdichte und die damit einhergehende geringe Lichtverschmutzung sowie die langen Nächte sind weitere Faktoren, die das Beobachten der Nordlichter am dunklen Himmel positiv beeinflussen. Ein dunkler klarer Himmel ist das A & O für ein optimales Nordlichterlebnis. Mit all diesen Voraussetzungen zählt die zweitgrößte Stadt Alaskas Fairbanks zu den weltweit besten Orten, um Nordlichter zu sehen.

Die neue Broschüre Aurora Viewing Map & Guide bietet darüber hinaus wissenschaftliche Fakten zum Thema Nordlicht sowie grundlegende Tipps zum Fotografieren der Nordlichter. Aurora Profis geben in der Broschüre Tipps und Antworten auf häufig gestellte Fragen. Reisende, die bereits in Fairbanks sind, erhalten den Explore Fairbanks Aurora Viewing Map & Guide kostenlos in der Touristeninformation im Morris Thompson Cultural and Visitors Center direkt im Stadtzentrum von Fairbanks gelegen. Eine interaktive Online-Version ist unter explorefairbanks.com/aurora zu finden.

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Allgemein

Sommersonnenwendfeier in Fairbanks, Alaska

Während des Midnight Sun Festivals am Samstag, dem 18. Juni, von 12 bis 24 Uhr, verwandelt sich die Innenstadt von Fairbanks in Alaskas größte eintägige Veranstaltung, zu der bis zu 30 000 Sonnenanbeter kommen. Die 1st und 2nd Avenue in der Innenstadt von Fairbanks sind dann nur noch für Fußgänger zugänglich und verwandeln sich in ein riesiges Straßenfest mit Speisen, Getränken, Waren, Informationen und Aktivitäten. Die Eckpfeiler des Festivals sind in der Regel vier große Bühnen, auf denen 45 Live-Auftritte stattfinden, darunter Folk, Rap, Ballett, Rock und mehr. Das kostenlose Festival findet in diesem Jahr zum 40. Mal statt, aber die Geschichte beweist, dass die Innenstadt von Fairbanks die Sommersonnenwende schon seit mindestens einem Jahrhundert auf unterschiedliche Weise feiert.

Die Sommersonnenwende, die am 21. Juni stattfindet, ist in Fairbanks, Alaska, der am meisten gefeierte Sommerfeiertag. Da Fairbanks auf dem 65. nördlichen Breitengrad liegt, wird der Himmel während der Mitternachtssonnenzeit vom 22. April bis zum 20. August bis zu 24 Stunden am Tag nicht dunkel. Die Sommersonnenwende ist der Höhepunkt der Mitternachtssonnenzeit. Zu den drei traditionsreichen Veranstaltungen, die sich den ewigen Sonnenschein zunutze machen, gehören das epische Mitternachtssonnenfest, das 117. Mitternachtssonnen-Baseballspiel (das um 22 Uhr beginnt und ohne künstliche Beleuchtung bis nach Mitternacht dauert) und der Mitternachtssonnenlauf, der normalerweise mehr als 3 500 Teilnehmer anlockt, von denen einige Kostüme tragen.

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Alaska Allgemein Kultur

Von der Tradition der Eisskulpturen als Frühlingsboten zur Weltmeisterschaft

Alljährlich treffen sich Eisbildhauer aus aller Welt in Fairbanks, Alaska zu den Weltmeisterschaften der Eisbildhauerei (World Ice Art Championships).  Gegründet wurde diese Veranstaltung im April 1990, um die Tradition der Eisbildhauerei in Zentralalaska fortzusetzen, die auf Festivitäten zum Einläuten des Frühlings aus den 1930er Jahren zurückzuführen ist. Bei diesen karnevalsartigen Feierlichkeiten wurden majestätische Throne aus Eis gefertigt.

Die Weltmeisterschaft der Eisbildhauerei, die von Ende Februar bis März stattfindet, ist eine der größten Eiskunstausstellungen der Welt und zeigt über 80 exquisite Eisskulpturen, die von internationalen Skulpteuren aus verschiedenen Ländern geschaffen wurden.

Organisiert wird die Weltmeisterschaft von Ice Alaska, bestehend aus über 90 Komitees, einem elfköpfigen Vorstand und über 300 Freiwilligen. An der jährlichen Veranstaltung nehmen über 100 Eiskünstler teil, die 9 Länder und viele Bundesstaaten der Vereinigten Staaten repräsentieren. In den vergangenen Jahren haben Künstler aus 45 Ländern an den Weltmeisterschaften teilgenommen. Das Ergebnis sind über 100 Wettbewerbsskulpturen und Ausstellungsstücke sowie die sich ständig erweiternden spielerischen Eisattraktionen im Kids Park.

Besucher können beobachten, wie aus riesigen Eisblöcken unglaubliche Kunstwerke entstehen, wenn Bildhauer mit Kettensägen und speziellen Eisschnitzwerkzeugen arbeiten. Die Eisblöcke sind zwischen zwei bis drei Metern dick und können bis zu 7.500 Pfund wiegen. Sie werden mit Hilfe von Gabelstaplern aus den umliegenden Teichen Fairbanks‘ geholt, tragen den Namen „Arctic Diamond“ und sind für ihre lichtdurchlässige Qualität bekannt.

Eine weitere Eisveranstaltung in Fairbanks ist die International Ice Art Classic, bei der ebenfalls zahlreiche Eisskulpturen und ein großer Eisspielplatz zu sehen sind. Die Eisskulpturen variieren jedes Jahr und regen immer wieder aufs Neue die Fantasie an.

In Fairbanks ist die Eisbildhauerei nicht nur durch diese Weltmeisterschaft von großer Bedeutung. In den Wintermonaten gehören Eisskulpturen zum allgemeinen Stadtbild dazu. Darüber hinaus bieten örtliche Eismuseen Besuchern die Gelegenheit, mehr über die Kunst der Eisbildhauerei zu erfahren. Eisveranstaltungen laden dazu ein, auf Spielplätzen aus Eis zu toben, auf einem Eisbären zu klettern, eine Runde in einer Eiskapsel zu drehen, Eisrutschen auszuprobieren, auf Natureisbahnen Schlittschuh zu laufen oder durch Eislabyrinthe zu laufen.

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Alaska Kultur

„Heilendes Herz“ – Geschichte eines Totempfahls aus Alaska

Diesen Totempfahl entdeckte ich auf einer meiner Reisen in Alaska. Er trägt den Namen „Heilendes Herz“ und wurde geschaffen vom Meisterschnitzer Stan Marsden, der der Tsimshian Stammesgruppe angehört. Anlass für dieses Kunstwerk war der viel zu frühe Tod von Stans Sohn „Jimmy“, der im Alter von 22 Jahren an einer Überdosis Kokain starb. Jimmys Tod hat eine tiefe Wunde in Stans Herz hinterlassen und der Vater brauchte viele Jahre der Ermutigung von Freunden und Familienangehörigen, bis er bereit war, diesen Totempfahl zu erschaffen. Zunächst arbeitete Stan allein daran. Es ging nur schleppend voran und nicht selten war er kurz davor aufzugeben. Mehr und mehr wurde sein Projekt nach außen bekannt und er fing an, Menschen einzuladen, ihm beim Schnitzen zu helfen. Auch Menschen, die zuvor noch nie geschnitzt hatten, kamen ihm zur Hilfe. Während der Arbeit erzählten sie sich gegenseitig ihre Lebensgeschichten, so dass aus diesem Projekt ein echtes Gemeinschaftswerk der Hoffnung, Heilung und Liebe wurde. Die Errichtung des knapp 15 m hohen Totempfahls im Jahre 1995 ging auch nur mit vielen helfenden Händen und wurde zu einem Fest.  

Ich empfinde diesen Totempfahl als großartiges Symbol und Inspiration für unsere heutige Zeit, in der wir durch positives, gemeinsames Tun wieder zu einem gesunden, friedlichen Miteinander und mehr Lebensfreude gelangen können. Nicht zuletzt dient Stans Meisterwerk auch mir persönlich als Inspiration für ein Weitergehen auf dem Weg des Reisens und des Austausches mit anderen Kulturen.

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Alaska Allgemein Reisetipps

Deutschsprachige Alaska Auswanderer erzählen.

Geschichten deutschsprachiger Auswanderer in Fairbanks, Alaska

Seit Anfang Mai sind erstmalig Geschichten deutschsprachiger Auswanderer, die sich in Fairbanks, Alaska niedergelassen haben, online zu hören. Der Journalist Henry Barchet hat die Geschichten Ende April 2021 aufgenommen.

In der Alaska Episode von Henry Barchet kommen vier Protagonisten aus Fairbanks zu Wort: Irene Meyer, Frank Stelges, Reinhard Neuhauser sowie Ralf Dobrovolny. Alle vier sind im Tourismus vor Ort tätig, so dass Reisende auch direkt mit ihnen in Kontakt treten können. Irene kam mit ihrem Mann Rolf 1998 aus der Schweiz nach Fairbanks, um von hier aus geführte Flusstouren in die Brooks Range Gebirgskette anzubieten. Nachdem Ralf aus Deutschland mehrere Jahre als Guide in Kanada und Alaska tätig war und anschließend sieben Jahre als Selbstversorger im Bush Alaskas gelebt hatte, gründete er 2003 sein Tourismusunternehmen in Fairbanks. Reinhard kam zusammen mit seinem Bruder vor knapp 20 Jahren aus Österreich als Skirennfahrer zum Studium nach Alaska. Frank und seine Frau Miriam kamen ebenfalls aus Deutschland und suchten sich Fairbanks sehr gezielt aus. Ihre Leidenschaft als Fotografen für Nordlichter und die Tierwelt Alaskas wiesen ihnen entsprechend den Weg nach Fairbanks. Zu den Geschichten von Irene, Frank, Reinhard und Ralf geht es hier. Weitere Informationen zur Explore Fairbanks Region gibt es unter www.explorefairbanks.com.